In Kooperation mit Asklepios bieten wir ein Zukunftsprojekt, dass in Deutschland nahezu einzigartig ist in der medizinischen Versorgung.
Das Prinzip ist einfach: Pflegeheimbewohner, die normalerweise ins Krankenhaus müssten, verbleiben nach der Erstversorgung in ihrer gewohnten Umgebung. Statt im Krankenhausbett liegen sie in den eigenen vier Wänden. Die medizinische Betreuung erfolgt einerseits per »Telemedizin« durch Ärzte und Pflegekräfte der Klinik, andererseits durch unsere speziell ausgebildeten Pflegekräfte im HzHG.
Die Bewohner werden mehrmals täglich per Video konsultiert – erhalten aber die gleiche medizinische Versorgung wie im Krankenhaus vor Ort.
Viele Krankenhausaufenthalte von Pflegeheimbewohnern haben nach der ersten Behandlung nur noch überwachenden Charakter. Das verursacht hohe Kosten und belastet die meist älteren, mehrfach erkrankten Patienten unnötig. Ein Krankenhausaufenthalt bedeutet oft extremen Stress. Das kann zu Verwirrtheit führen und den Heilungsprozess verschlechtern.
Das Konzept ist nicht neu. In Großbritannien etablierten sich »Virtual Wards« bereits während der Corona-Pandemie. Die Erfahrungen zeigen: Die Versorgungsqualität bleibt mindestens gleich, oft wird sie sogar besser.
Für Bewohnerinnen und Bewohner
Sie bleiben einfach dort, wo Sie sich auskennen. Im eigenen Zimmer, mit vertrauten Menschen um sich herum. Ein Krankenhaus klingt erstmal sicher, aber oft passiert das Gegenteil: plötzlich ist alles fremd, der Ablauf ungewohnt, der Schlaf schlechter. Gerade ältere Menschen mit mehreren Krankheiten werden davon schnell verwirrt. Das macht die Genesung nur schwerer.
Genau das will das virtuelle Krankenhaus ändern. Nach der ersten Behandlung geht’s bei vielen Krankenhausaufenthalten eigentlich nur noch um Überwachung. Und genau diese Überwachung kommt jetzt zu Ihnen nach Hause. Sie müssen nicht im Krankenhaus verbleiben, sondern können direkt zurück in die gewohnte Umgebung und werden von uns in Ihrer heimischen Umgebung weiterbetreut. Die Erfahrungen aus Großbritannien zeigen: Die Qualität der Versorgung leidet darunter überhaupt nicht. Im Gegenteil, oft wird sie sogar besser.
Für Mitarbeitende
Das Projekt bringt etwas, das im Pflegealltag selten ist: Entwicklung.
Pflegefachkräfte, die hier mitwirken wollen, bekommen spezielle Schulungen und arbeiten direkt mit dem Klinikpersonal zusammen. So wächst das Fachwissen, und man bekommt Einblicke in Abläufe, die früher außerhalb der eigenen Arbeit lagen. Die Zusammenarbeit mit den Kliniken wird enger. Eine Pflegefachkräfte, die den Bewohner wirklich kennt mit all seinen Gewohnheiten und seinem Gesundheitszustand, leistet im Versorgungsprozess einen echten Mehrwert. Genau dieses Wissen zählt durch dieses Projekt nun endlich mehr.
Neue Kompetenzen, mehr Verantwortung, direkter Kontakt zum medizinischen Team. Das ist ein wichtiger Schritt für einen Berufsstand, der viel mehr Anerkennung verdient.
„Die Zusammenarbeit mit Asklepios gibt uns die Chance, direkt und auf Augenhöhe in der medizinischen Versorgung unserer Bewohner mitzuwirken. Unsere Mitarbeitenden werden dadurch in ihren Kompetenzen gestärkt und der Beruf der Pflegekraft wird auf ein neue Niveau gehoben.“
Tanja Scheiwe, Bereichsleitung Pflege